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SUSE Linux 9.3 Professional Review 2 (German version)

Novell Cool Solutions: Feature
By Scott M. Morris

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Posted: 22 Apr 2005
 

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Nicht erst seit kurzem setzt sich Linux immer stärker auch im Desktop-Bereich durch, nachdem es bereits schon längere Zeit das Feld als Serverplattform beherrscht. Und mit Novells jüngstem Beitrag zur Open-Source-Community steigt Linux raketenartig zu neuen Höhen auf. SUSE Linux Professional 9.3 wurde für den Einsatz zuhause konzipiert und hat für jeden etwas zu bieten - vom Anfänger, der seine ersten Linux-Schritte geht, bis zum gestandenen Linux-Hacker oder IT-Profi, der sich einen ersten Eindruck von den neuesten Linux-Paketen und -Anwendungen verschaffen will. Die neue Plattform ist mit einer erstklassigen Dokumentation ausgestattet, die vor allem dem Neuling unschätzbare Hilfe leistet. Gleichzeitig stellt SUSE 9.3 eine virtuelle Computerumgebung für Linux-Entwickler und andere Power-User zur Verfügung. Eine eingehende Betrachtung dieses erstaunlichen Betriebssystems bringt wertvolle Einsichten und lohnt sich für jeden.

SUSE Linux Professional 9.3 enthält eine umfassende Palette von Sicherheitsfunktionen, komplett mit integrierter Firewall, Virenscanner und Spam-Filter. Das Paket baut auf dem neuen 2.6.11-Kernel auf und glänzt mit praktisch allen der neuesten Linux-Anwendungen. Die Anbieter von SUSE Linux Professional übertreiben nicht, wenn sie sagen, dass es "alles enthält, was man braucht".

Wo suchen Anwender nach Lösungen, wenn Sie auf Probleme stoßen? Die meisten schlagen als erstes in der Dokumentation nach, die sie zusammen mit dem Produkt erhalten haben. Die Dokumentation zu diesem neuesten Release von SUSE ist wahrlich beeindruckend. Sie erschließt sich intuitiv, ist gut strukturiert und in klarer Sprache verfasst. Oder in den Worten von Novell: "SUSE Linux Professional 9.3 enthält eine vollständige Dokumentation zur Installation und zur Anwendungsnutzung. In einem kurz gefassten Benutzerhandbuch findet der Anwender eine Schnellstart-Anleitung sowie Informationen zu den Grundlagen des Systems. Das ausführliche Administratorhandbuch bietet umfassende Informationen zu den Funktionen von SUSE Linux Professional. Die Dokumentation teilt sich in ein Benutzer- und ein Administratorhandbuch, um sowohl dem nur gelegentlichen als auch dem schon etwas erfahreneren Anwender gerecht zu werden."

Unter den von der neuen Plattform gebotenen Anwendungspaketen ragt vielleicht am meisten die Vorabversion von OpenOffice.org 2.0 hervor. Die neue OpenOffice-Suite allein würde schon eine ganze Artikelserie rechtfertigen, doch wollen wir uns hier mit einer Zusammenfassung begnügen.

Seit langem schon gehört OpenOffice.org zu den Top-Anwendungen auf dem Linux-Desktop, ja, genaugenommen sind Versionen von OpenOffice in nahezu allen erhältlichen Distributionen des Linux-Desktops enthalten. Mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und grundlegenden Grafikfunktionen hält OpenOffice alle Tools bereit, die ein durchschnittlicher Anwender zur Bewältigung seiner Alltagsaufgaben benötigt. Man kann wohl mit Recht sagen, dass es der Linux-Desktop ohne OpenOffice.org nicht zur weltweit zweitbeliebtesten Desktop-Umgebung gebracht hätte.

Das Arbeiten mit Datenbanken gehört ja schon lange zu den Ausstattungsmerkmalen von OpenOffice. Doch die neuste Version unterstützt sogar ein regelrechtes "Datenbankdokument". Die Anwender brauchen sich keine Sorgen über eventuell erforderliche Kenntnisse zu SQL oder zum Entwerfen von Datanbanken zu machen. Um all das kümmern sich Assistenten:


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Gemeinschaften jedweder Natur gedeihen immer dann am besten, wenn allgemein anerkannte Standards vorliegen. Das Gleiche gilt auch für die Formate von Textverarbeitungen. Dass viele der wichtigsten Textverarbeitungsprogramme mit eigenem Format arbeiten, führt mitunter zu Problemen beim Freigeben und Öffnen der damit erstellten Dokumente. Das Standardkonsortium OASIS hat hierfür eine Lösung erarbeitet. Auf der Website des Konsortiums werden die dahingehenden Bemühungen als "Developing an XML-based file format specification for office applications" (Entwicklung einer XML-basierten Dateiformatspezifikation für Büroanwendungen) beschrieben. Die von OASIS geschaffene Dateiformatspezifikation ist das neue Standardformat für OpenOffice.org-Dokumente, mit dem das zwischen den Anwendungen bestehende Formatproblem ein Ende hat:


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Dazu Colm Smyth von Sun Microsystems: "Unser Hauptaugenmerk ist auf eine Verbesserung der Einsatzfähigkeit und eine deutlich gesteigerte Interoperabilität mit Microsoft Office-Formaten gerichtet. Dies wird den alltäglichen Erfordernissen einer großen Anzahl von Endanwendern gerecht und macht OpenOffice.org/StarOffice zu einer echten Alternative."

Darüber hinaus wurden die Fähigkeiten der OpenOffice-Suite zum Öffnen und Anzeigen von Dokumenten in MS Office-Formaten erheblich verbessert. Neu in der 2.0-Version ist zudem, dass jetzt auch WordPerfect-Formate konvertiert und gelesen werden können. Zwar wird daran noch intensiv weitergearbeitet, doch kann sich das bisher Erreichte schon durchaus sehen lassen.

Bei einer Software-Anwendung, deren Ziel es ist, die Anwender zu verwöhnen und zu umwerben, tun die Autoren gut daran, die Software mit Funktionen auszustatten, die den Anwendern vertraut sind. In dieser Hinsicht kann sich bei OpenOffice niemand beschweren. Vielen ist es zur lieben Gewohnheit geworden, die Symbolleisten ihrer Anwendungen nach Bedarf anzupassen, umzustellen oder zu ganz neu zusammenzustellen. Jetzt müssen sie auch in OpenOffice.org 2.0 auf dieses Vergnügen nicht länger verzichten:


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Viel Aufmerksamkeit wurde der Verbesserung von Writer, der Textverarbeitungskomponente der Suite, gewidmet. Die Wortzählungsfunktion wurde grundlegend überholt und verbessert. Das Arbeiten mit Tabellen geht jetzt viel leichter und selbstverständlicher von der Hand. Die Tabellenfunktion in OpenOffice wurde weitestgehend umstrukturiert und mit einer ganzen Reihe neuer Leistungsmerkmale ausgestattet.

Das Erstellen von Serienbriefen ist ab sofort leichter denn je. Die Überarbeitung des betreffenden Assistenten macht die Serienbriefgestaltung so mühelos und unkompliziert wie nie. OpenOffice trägt viel dazu bei, den Endanwendern den Schrecken vor dieser Aufgabe zu nehmen.

An Impress, der Präsentationskomponente von OpenOffice, ist ebenfalls viel gearbeitet worden. Die Benutzeroberfläche wurde neu gestaltet und bietet den Anwendern eine bedienungsfreundliche Umgebung:


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Die Zahl der weiteren Verbesserungen in der OpenOffice.org-Suite ist Legion. So verläuft der Export in das PDF-Format sehr viel zuverlässiger als bisher. Auch leistet OpenOffice Hervorragendes beim Erstellen von HTML-Dokumenten. In dieser Hinsicht ist es um vieles effizienter als die Konkurrenz.

OpenOffice hat sich als wegweisender Beitrag zur Zukunft von Linux und des Open-Source-Konzepts erwiesen.

Zweifelsohne gibt es viele, für die eine Desktopsuchfunktion nützlich und oft sogar notwendig ist. Das jüngste Angebot von Novell kommt Ihren Bedürfnissen auch in diesem Bereich entgegen. Das aktuelle SUSE-Paket wartet mit der Vorabversion einer Technologie für ein neues, faszinierendes Desktopsuche-Tool namens Beagle auf, das in erster Linie Mono-basierte Anwendungen unterstützt. Nach dem Starten des Beagle-Daemon beginnt das Tool unverzüglich mit dem Indizieren der auf dem Computer befindlichen Dateien. Beagle indiziert Dateien, die man in der Regel als Dokumente bezeichnen würde (txt, rtf, pdf, doc, ppt, sxw, sxi, sem). Es werden jedoch auch andere Dateitypen indiziert. Dazu gehören E-Mails (nur von Evolution), IM/IRC-Unterhaltungen, Quellcode, Bilder, Musikdateien und sogar Anwendungen. Durch manuelle Konfiguration lässt sich auch die Web-Chronik (nur Firefox) miteinbeziehen. Bei den heutzutage immer größer werdenden Festplatten wird es zunehmend schwieriger, die Übersicht zu behalten. Für den, der sofortigen Zugriff auf ein bestimmtes Dokument benötigt, ist Beagle genau das Richtige:


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Es gibt eine respektable Anzahl anderer Mono-basierter Anwendungen. Ein solches Paket ist beispielsweise F-spot, eine Software zur Fotoverwaltung:


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Ein weiteres Beispiel wäre tomboy, eine Anwendung zum Erstellen verlinkter Notizen auf Gnome-Desktops.

Zum Handwerkszeug von Linux-Entwicklern gehört in zunehmenden Maße die Computervirtualisierung. Beim Erstellen neuer Versionen von Softwarepaketen sind Entwickler auf das Vorhandensein einer sicheren Testumgebung angewiesen, in der keine bleibenden Schäden entstehen, wenn ihre neueste Version einmal versehentlich das System zerschießt. SUSE Linux Professional 9.3 verfügt mit der Virtualisierungsanwendung Xen über genau diese Art von Umgebung. Xen gewährleistet, dass die virtuellen Computer absolut unabhängig voneinander sind. Außerdem wird direkter Zugriff auf sämtliche Hardwarekompomenten ermöglicht, sodass die Leistungsfähigkeit ziemlich nahe an die des Host-Betriebssystems herankommt. Denken Sie daran, dass Xen an der Speerspitze der derzeitigen Open-Source-Entwicklung steht; die im SUSE-Paket enthaltene Xen-Version stellt also eine Technologie im frühen Entwicklungsstadium dar, die mit der Zeit zuverlässiger und stabiler wird. Aufgrund dieses gewissermaßen noch experimentellen Stadiums wird Xen daher auch nicht standardmäßig installiert.

Jahrzehntelang wurde die Chat-Nische von konventioneller, textbasierter Chat-Software dominiert. Sowohl Gaim als auch Kopete bieten eine Komplettlösung für diesen Bedarf, und das schon seit Jahren. Sämtliche gängigen Chat-Protokolle werden unterstützt: AOL, Yahoo, MSN, Jabber, IRC und viele mehr. Sie werden bereits standardmäßig installiert:


Gaim:

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Kopete:

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Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich dagegen echte sprachbasierte Chat-Anwendungen für Audio-Voice-Verbindungen. Da dürfte es nicht weiter überraschen, dass bei SUSE Linux Professional 9.3 die Linphone-Anwendung bereits standardmäßig installiert ist. Diese Anwendung verwendet das SIP-Protokoll zum Aufbau und Trennen der Verbindungen sowie das RTP-Protokoll zur Übertragung des eigentlichen Audiodatenstroms. Befinden Sie sich hinter einer Firewall? Ändert sich Ihre IP-Adresse? Linphone ist für beide Eventualitäten gerüstet. Die Dokumentation ist leicht verständlich geschrieben und einfach zu verfolgen. Linphone verbreitet sich wie ein Lauffeuer:


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Einer der Hauptgründe für den massenhaften Umstieg von Windows auf Linux liegt im hohen Grad an Sicherheit, der unter Linux geboten wird. Gerade der Bereich des Web-Browsing gehört zu den Schwächen von Microsoft. Sein Standardbrowser weist dermaßen viele Lücken auf, dass vollständige Sicherheit nur von einem ganz neuen Web-Browser gewährleistet werden kann. Zum Glück wird bei SUSE Linux Professonal 9.3 der Web-Browser Firefox 1.0 installiert - unter Gnome als Standardbrowser und unter KDE als direkt über den Desktop verfügbare Anwendung. Unter den Stärken von Firefox rangiert die Sicherheit mit an vorderster Stelle, wenn nicht gar an der Spitze. Darüber hinaus gibt es hunderte von Möglichkeiten, die Anwendung mit Hilfe von Erweiterungen und Themen den eigenen Wünschen anzupassen. Gemäß Definition auf der mozilla.org-Website sind Erweiterungen kleine Add-ons, die Firefox mit neuer Funktionalität ergänzen. Damit kann alles vom kleinen Symbolleisten-Button bis zur komplett neuen Funktion hinzugefügt werden. So lässt sich beispielsweise bei Bedarf an zusätzlichen Funktionen der Browser den persönlichen Wünschen jedes einzelnen Benutzers anpassen, ohne die Download-Größe von Firefox unnötig aufzublähen." Zu den Themen steht bei Mozilla Folgendes: "Themen sind so genannte Skins für Firefox, mit deren Hilfe Aussehen und Gestaltung des Browsers dem individuellen Geschmack angepasst werden können. Ein Thema kann z. B. lediglich die in Firefox verwendeten Farben wechseln, es kann aber auch die gesamte Browser-Gestaltung bis ins kleinste Detail verändern." Firefox ist der Standard, an dem sich alle anderen Browser ausrichten sollten:


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Beim Anblick von SUSE 9.3 können sich Multimedia-Begeisterte ein anerkennendes Lächeln nicht verkneifen. Das liegt daran, dass die Plattform mit nativer Unterstützung für den Apple iPod ausgestattet ist. Schluss mit der Zeitverschwendung bei Installation und Inbetriebnahme. Auch wenn man nicht weiß warum, getreu dem Motto "Just Works" funktioniert es einfach.

Mit dem ebenfalls standardmäßig installierten GIMP 2.2 halten Bedienungskomfort und Leistungsstärke beim Grafikdesign auf der Linux-Plattform Einzug. Die jüngste Ausgabe von GIMP präsentiert sich nach einer Reihe von Upgrades in optimaler Verfassung. Die neuen Funktionen umfassen zahlreiche Verbesserungen der Benutzeroberfläche und der Vorschaufunktion, einen neuen Skript-Interpreter, einen neuen Tastenkürzel-Editor und mindestens sieben neue Plugins. Aus Platzgründen muss auf eine vollständige Liste sämtlicher Verbesserungen an dieser Stelle leider verzichtet werden.


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Es sollte niemanden überraschen, dass SUSE mit Evolution, Kmail und Thunderbird die beste, kommerziell verwendbare E-Mail- und Informationsmanagement-Software anbietet, die derzeit zu haben ist. Evolution 2.2.1 ist bis zum Bersten vollgepackt mit leistungsstarken Funktionen. Nicht nur, dass es eine erstklassige Option für die E-Mail-Verwaltung darstellt, es ist auch mit einer exzellenten Kontaktmanagement-Komponente ausgestattet. Der Im- und Export von Kontakten ist ein Kinderspiel. Ein Kalender, ein Terminplaner und Aufgabenlisten runden das Ganze ab. Alles in allem eine bestens durchdachte Anwendung:


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Immense Anstrengungen wurden unternommen, damit die Plattform reibungslos mit drahtlosen Verbindungen zusammenarbeitet. Dazu sagt Chris Schlaeger von Novell: "SUSE Linux Professional 9.3 unterstützt die Bluetooth-Drahtlosfunktionen, einschließlich der automatischen Erkennung Bluetooth-fähiger Geräte durch das Konfigurations- und Verwaltungs-Tool YaST. Intensive Nutzer von Handys können sich über die Unterstützung für einen schnellen und einfachen Zugang auf Drahtlosnetzwerke freuen." Mit dem Network-Selector-Tool (netapplet) lässt sich im Handumdrehen zwischen diesen Drahtlosnetzwerken umschalten:


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YaST hält auch Konfigurationsoptionen für Bluetooth-Geräte bereit:


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Wie nicht anders zu erwarten, enthält SUSE Linux Professional 9.3 die neuesten Versionen von GNOME und KDE. Ohne großen Aufwand können Sie entweder nur einen oder auch alle beiden Desktops installieren. Dazu Chris Schlaeger: "Wir bieten beide Desktops mit der bestmöglichen Ausstattung an, damit der Kunde eine möglichst große Auswahl hat. Außerdem verwenden wir einen großen Teil unserer Entwicklungsarbeit darauf, ein reibungsloses Zusammenwirken von KDE & Gnome mit ihrer Umgebung zu gewährleisten."

Mit dem neuesten KDE-Desktop ist ein riesiger Schritt nach vorne gemacht worden. Gegenüber der letzten Version wurden über 6.500 Fehlerkorrekturen vorgenommen, 1.700 Änderungs- oder Ergänzungswünsche umgesetzt und um die 80.000 Beiträge eingebaut. Besondere Anstrengungen wurden auf die Text-zu-Sprache-Funktionalität für Konqueror, Kate, KPDF und KsayIt verwendet. Desktop-Symbole und andere visuelle Komponenten wurden verbessert, einschließlich einer vollständigen Überarbeitung des Mülleimer-Systems. Der RSS-Leser Akregator ist künftig als Standardkomponente in KDE enthalten. Insgesamt gesehen setzt KDE mit seiner jüngsten Version neue Maßstäbe für den Desktop.

Kontact wurde in der neuen Version von SUSE mit einigen bemerkenswerten Verbesserungen versehen. Neben Mail- und Kontaktverwaltung, Kalenderfunktionen, Aufgabenlisten, Notizen und Newsfeeds, ja sogar einer PDA-Synchronisierung, enthält Kontact eine Vielzahl von Leistungsmerkmalen:


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Ähnlich wie KDE präsentiert sich auch die 2.10-er Version von Gnome in stark verbesserter Form. Die Menüs wurden überarbeitet, um eine getreuere Wiedergabe der auf dem Desktop installierten Anwendungen zu ermöglichen. Die Dateiverwaltung Nautilus ist schneller und stabiler geworden. Das Ziehen und Ablegen, insbesondere zwischen Nautilus und anderen Anwendungen, wurde verbessert. Außerdem wurden einige künstlerisch anspruchsvolle Hintergrundbilder in die neuste Gnome-Version integriert. Im Fenster-Manager ist jetzt auch der populäre Video-Player Totem enthalten. Zu den zahlreichen weiteren Verbesserungen zählt auch die Möglichkeit zur Auswahl verschiedener Tastaturbelegungen. Die Panel-Objekte wurden weiterentwickelt, um eine engere Integration mit dem Desktop zu ermöglichen. Die Anwender können nun zusätzlich zum Mülleimer des Desktops ein Müllsymbol im Panel platzieren. Die Wetterüberwachung wurde erweitert. Ein neuer Lautstärkeregler für das Panel gestattet die genauere Klangsteuerung im gesamten System. Und für diejenigen, die schon immer auf Hilfe beim Ordnen ihrer Gedanken angewiesen waren, hält das Klebezettel-Applet eine nette Lösung bereit. Wie bereits bei den anderen neuen Softwareprogrammen, Anwendungen und Paketen in SUSE Linux Professional 9.3 würde eine vollständige Liste der Verbesserungen an Gnome den Rahmen dieses Artikels sprengen, sodass wir uns hier mit einer Auswahl begnügen.

Die folgende Liste zeigt einige weitere Pakete, zu denen SUSE Linux Professional 9.3 eine aktualisierte Fassung enthält:

  1. Linux Kernel 2.6.11
  2. GCC 3.3.5
  3. glibc 2.3.4
  4. X.Org 6.8.2
  5. Mono 1.1.4
  6. KDevelop 3.2
  7. Eclipse 3.0.1
  8. PostgreSQL 8.0

Die Systemanforderungen für SUSE Linux Professional 9.3 lauten wie folgt:

  1. Prozessor: Intel: Pentium 1-4; AMD: Duron, Athlon, Athlon XP, Athlon MP, Athlon 64, Sempron
  2. Arbeitsspeicher: Mindestens 128 MB, 256 MB empfohlen
  3. Festplatte: Mindestens 500 MB(für Minimalsystem), 2,5 GB für Standardsystem empfohlen
  4. Sound- und Grafikkarten: SUSE Linux unterstützt die meisten aktuellen Sound- und Grafikkarten

SUSE Linux 9.3 Professional ist ab Mitte April verfügbar. Bestellungen werden zum Preis von $99,95 bzw. € 89,95 entgegengenommen.

SUSE Linux Professional ist für den Einsatz zuhause auf persönlichen Arbeitsstationen und in Heimnetzwerken gedacht. Käufer haben lediglich Anspruch auf 90 Tage Installationssupport. Zu dieser Software gibt es keine Novell Support-Vereinbarung für Firmenkunden. Auf Sicherheits-Patches und begrenzte Software-Updates besteht Anspruch, solange das Produkt auf dem Markt angeboten wird (Novell bringt in der Regel alle sechs Monte eine neue Version von SUSE Linux Professional heraus).

Stetige Verbesserungen und wachsender Bedienungskomfort beweisen es: Auf SUSE Linux 9.3 ist Verlass. Das Produkt wurde für die Nutzung auf persönlichen Desktopgeräten bwz. im häuslichen Rahmen konzipiert und wird sowohl den Ansprüchen von Linux-Neulingen als auch von erfahrenen Linux-Fans gerecht. Mit Novell im Rücken stellt es sich als stabile und robuste Distribution dar, die auch noch die ausgefallensten Wünsche erfüllt.

Lesen Sie hier die offizielle Novell Pressemitteilung.


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