Führen Sie zur Installation und Konfiguration von OnDemand Services die in den folgenden Abschnitten beschriebenen Schritte durch:
Sie werden vom Installationsprogramm von OnDemand Services zur Angabe der Informationen in der nachfolgenden Tabelle aufgefordert. Vergewissern Sie sich vor der Installation, dass Ihnen die entsprechenden Informationen zur Verfügung stehen.
| Erforderliche Informationen | Ihre Wahl |
|---|---|
1) Der Server, auf dem OnDemand Services installiert werden soll. |
1) |
2) Der NDS®-Kontext, in dem das SAS Service-Objekt für OnDemand Services erstellt werden soll. Dieses Objekt, das die Bezeichnung SAS Service - OnDemand for Servername trägt, ermöglicht OnDemand Services den Zugriff auf NDS, um Verwaltungsaufgaben durchzuführen (z. B. die Erstellung von Kaufobjekten, wenn ein Kunde einen Kauf tätigt). Das Objekt kann in einem beliebigen Container erstellt werden. |
2) |
3) Die NDS-Container für Benutzer, Pakete, Gruppen und Anwendungen. Es empfiehlt sich, einen OnDemand-Container mit den Untercontainern "Benutzer", "Pakete", "Gruppen" und "Anwendungen" zu erstellen. Das Installationsprogramm ermöglicht Ihnen die Erstellung sämtlicher Container, die noch nicht vorhanden sind. Im Benutzercontainer werden Benutzerobjekte für die einzelnen Kunden gespeichert. OnDemand Services erstellt das Benutzerobjekt eines Kunden, wenn sich dieser registriert. HINWEIS: Die Kunden müssen für das Verzeichnis SYS: PUBLIC des OnDemand-Servers über die Rechte "Lesen" und "Dateiabfrage" verfügen. Diese Rechte werden automatisch zugewiesen, wenn sich der Benutzercontainer im selben Container wie die Server- und Volume-Objekte befinden. Andernfalls müssen Sie dem Benutzercontainer die entsprechenden Rechte manuell zuweisen. Der Paketcontainer beinhaltet die Servicecontainer ("Digitalzertifikate", "Anzeigenrubriken", "Speicherplatz", "Dokumente", "Musik", "Software" und "Video"). Die von Ihnen erstellten Pakete werden in den Servicecontainern gespeichert. Im Gruppencontainer werden die Objekte für sämtliche Gruppen gespeichert, die Sie für Kunden erstellen. Anhand der Gruppenmitgliedschaft eines Kunden wird festgelegt, welche Pakete dem jeweiligen Kunden zur Verfügung stehen. Im Anwendungscontainer werden die Anwendungsobjekte von ZENworks und DeFrame gespeichert, die erforderlich sind, um Windows-Anwendungen in Paketen zum Kauf zur Verfügung zu stellen. |
3) |
4) Die Anzahl der Nachkommastellen ("0" oder "2"), die für die Landeswährung verwendet werden. Diese Einstellung kann im Anschluss an die Installation gegebenenfalls geändert werden. Siehe Einstellungen für OnDemand Services modifizieren. |
4) |
5) Die URL für Authorize.Net, der Benutzername für Ihr Einzelhändlerkonto bei Authorize.Net sowie das Passwort (siehe Kreditkartenfakturierung). Dies gilt nur, wenn Sie die Kreditkartenfakturierung einsetzen. Diese Einstellungen können im Anschluss an die Installation gegebenenfalls hinzugefügt oder geändert werden. Siehe Einstellungen für OnDemand Services modifizieren. |
5) |
6) Der Hostname (bzw. die IP-Adresse) des Web-Servers. Wenn Ihr Web-Server durch eine Firewall geschützt wird, die Network Address Translation (NAT) einsetzt, müssen Sie an Stelle der IP-Adresse den Hostnamen (oder eine URL) verwenden. |
6) |
7) Die IP-Adresse und Anschlussnummer Ihres Proxy-Servers. Dies gilt nur, wenn Sie die Kreditkartenfakturierung einsetzen und der OnDemand-Server über einen Proxy-Server auf Authorize.Net zugreifen muss. Diese Einstellungen können im Anschluss an die Installation gegebenenfalls hinzugefügt oder geändert werden. Siehe Einstellungen für OnDemand Services modifizieren. |
7) |
8) Der Hostname (bzw. die IP-Adresse) des Servers, auf dem Sie ZENworksTM installiert haben. Diese Option wird standardmäßig auf denselben Hostnamen wie der Web-Server eingestellt. |
8) |
9) Der Name des SMTP (Simple Mail Transfer Protocol)-Servers, über den Sie Kaufbestätigungen per Email an Kunden senden möchten, sowie der Name, der im Feld "Von" der Email-Bestätigungen angezeigt werden soll. Diese Einstellungen können im Anschluss an die Installation gegebenenfalls hinzugefügt oder geändert werden. Siehe Einstellungen für OnDemand Services modifizieren. |
9) |
10) Die Services, die Sie zum Kauf zur Verfügung stellen möchten ("Digitalzertifikate", "Anzeigenrubriken", "Speicherplatz", "Dokumente", "Musik", "Software" und "Video"). |
10) |
11) Der Standort, an dem ConsoleOneTM installiert wird. Das ConsoleOne-Snapin für OnDemand Services wird am selben Standort installiert. Nach der Installation von OnDemand Services müssen Sie ConsoleOne von diesem Standort aus ausführen, um OnDemand Services zu verwalten. |
11) |
Das Installationsprogramm von OnDemand Services nimmt Änderungen vor, die das Entladen von Java* während der Installation erforderlich machen.
So entladen Sie das JAVA.NLM:
Geben Sie den folgenden Befehl an der Serverkonsole ein: java -exit.
Das Installationsprogramm nimmt außerdem Änderungen vor, die das Entladen von NetWare® Enterprise Web Server während der Installation erforderlich machen.
So entladen Sie den Web-Server:
Geben Sie den folgenden Befehl an der Serverkonsole ein: nswebdn.
Das Installationsprogramm installiert die OnDemand Services-Dateien auf einem Server, erweitert das NDS-Schema des Serverbaums zur Unterstützung der OnDemand Services-Objekte, erstellt das OnDemand Services-System in NDS und konfiguriert das System. Im Installationsprogramm ist keine Option für die Deinstallation enthalten.
So führen Sie die Installation und Einrichtung von OnDemand Services durch:
Melden Sie sich an einer Windows* 95/98- bzw. Windows NT*/2000-Arbeitsstation, auf der Novell ClientTM installiert ist, als Admin (bzw. als Benutzer mit entsprechenden Rechten) bei dem NDS-Baum an, in dem sich der OnDemand-Server befindet.
Legen Sie die CD mit der Bezeichnung OnDemand Services 1.5 ein.
Führen Sie SETUP.EXE vom Verzeichnis \ONDEMAND aus aus.
Befolgen Sie die Anweisungen auf dem Bildschirm, um die Installation zu beenden.
Das Installationsprogramm besteht aus zwei Assistenten: dem Installationsassistenten und dem Setup-Assistenten für das System. Der Installationsassistent installiert die OnDemand Services-Dateien auf dem OnDemand-Server. Der Setup-Assistent für das System erweitert das NDS-Schema, erstellt die OnDemand Services-Objekte in NDS, konfiguriert WebSphere* für die Zusammenarbeit mit OnDemand Services und führt diverse andere Konfigurationsaufgaben durch.
Bei der Installation wird der Setup-Assistent für das System (WIZARD.EXE) in das Verzeichnis SYS:\ONDEMAND auf dem OnDemand-Server kopiert. Wenn bei der Installation von OnDemand Services Probleme auftreten, beispielsweise weil die Zusammenarbeit zwischen WebSphere* und OnDemand Services nicht ordnungsgemäß funktioniert, können Sie den Setup-Assistenten für das System ausführen, um die Erstellung und Konfiguration des Systems erneut vornehmen zu lassen.
Das Installationsprogramm installiert das OnDemand Services-Snapin an den von Ihnen angegebenen ConsoleOne-Standort. OnDemand Services enthält außerdem ein separates Snapin-Installationsprogramm, mit dem Sie das Snapin an weiteren ConsoleOne-Standorten installieren können. Das Snapin-Installationsprogramm (SETUP.EXE) wird in das Verzeichnis SYS:ONDEMAND\SNAPIN kopiert.
Das Installationsprogramm erstellt ein SAS Service-Objekt in NDS. Dieses SAS Service-Objekt ermöglicht OnDemand Services die Beglaubigung bei NDS sowie die Durchführung von Verwaltungsaufgaben. Um OnDemand Services die entsprechenden Zugriffsrechte gewähren zu können, muss dass SAS Service-Objekt über folgende Dateisystem- und NDS-Objektrechte verfügen:
Dateisystemrechte: Supervisor-Rechte für die Verzeichnisse, in denen Sie Inhalte speichern möchten (Anwendungsdateien, Dokumentdateien, Musikdateien und Videodateien). Um die Zuweisung von Rechten zu vereinfachen, empfiehlt es sich unter Umständen, Rechte auf der Volume-Ebene bzw. auf der übergeordneten Verzeichnisebene zuzuweisen.
NDS-Objektrechte: Supervisor-Rechte für das DeFrame-Lizenzobjekt und den DeFrame-Container DEFAULT_CATALOG, wenn Sie DeFrame einsetzen.
HINWEIS: Informationen zu den NDS-Rechten, die das Installationsprogramm dem SAS Service-Objekt automatisch für andere Objekte gewährt, finden Sie unter NDS-Objektrechte.
Führen Sie die in den folgenden Abschnitten erläuterten Schritte durch, um die entsprechenden Rechte zuzuweisen:
So gewähren Sie dem SAS Service-Objekt Supervisor-Rechte für die Verzeichnisse mit Inhalten:
Klicken Sie in ConsoleOne mit der rechten Maustaste auf das SAS Service-Objekt > Klicken Sie auf "Eigenschaften".
Das SAS Service-Objekt trägt die Bezeichnung
SAS Service - OnDemand forServername
Hierbei steht Servername für den Namen des OnDemand-Servers.
Klicken Sie auf das Register "Rechte auf Dateien und Ordner".
Klicken Sie auf die Schaltfläche "Hinzufügen" (neben der Liste "Dateien und Ordner").
Wählen Sie das gewünschte Volume oder Verzeichnis aus > Klicken Sie auf "OK", um es zur Liste "Dateien und Ordner" hinzuzufügen.
Vergewissern Sie sich, dass das soeben ausgewählte Verzeichnis in der Liste "Dateien und Ordner" ausgewählt ist > Klicken Sie im Feld mit den Rechten auf "Supervisor".
Klicken Sie auf "OK", um die Änderungen zu speichern.
So weisen Sie dem SAS Service-Objekt Supervisor-Rechte für das DeFrame-Lizenzobjekt und den Container DEFAULT_CATALOG zu:
Klicken Sie in ConsoleOne mit der rechten Maustaste auf das SAS Service-Objekt > Klicken Sie auf "Rechte für andere Objekte" > Klicken Sie auf "OK".
Das SAS Service-Objekt trägt die Bezeichnung
SAS Service - OnDemand for Servername
Hierbei steht Servername für den Namen des OnDemand-Servers.
Klicken Sie auf der Seite "Rechte für andere Objekte" auf "Objekt hinzufügen" > Suchen Sie das DeFrame-Lizenzobjekt und wählen Sie es aus > Klicken Sie auf "OK".
Wählen Sie "Alle Attributrechte" aus > Klicken Sie auf "Supervisor".
Wählen Sie "Eintragsrechte" aus > Klicken Sie auf "Supervisor" > Klicken Sie auf "OK".
Klicken Sie auf "OK", um die Änderungen zu speichern.
Wiederholen Sie die oben erläuterten Schritte für den Container DEFAULT_CATALOG.
Um sicherzustellen, dass der Java-Servlet-Engine von WebSphere ausreichend Arbeitsspeicher für das ordnungsgemäße Funktionieren zur Verfügung steht, müssen Sie ihre anfängliche Heapgröße steigern.
Der Steigerungsgrad der anfänglichen Heapgröße der Java-Servlet-Engine ist u. a. davon abhängig, wie viel Arbeitsspeicher auf dem Server zur Verfügung steht und wie viele OnDemand Services-Benutzer unterstützt werden sollen. Es empfiehlt sich, sicherzustellen, dass die minimale Heapgröße für die ersten 200 Benutzer nicht unter 128 MB liegt, und die Zuordnung pro 200 zusätzlichen Benutzern um 64 MB zu erhöhen.
So modifizieren Sie die Heapgröße der Java-Servlet-Engine:
Öffnen Sie die Datei STARTWEBSPHERESERVLETENGINE.NCF, die sich im Verzeichnis SYS:\WEBSPHERE\APPSERVER\BIN befindet.
Ändern Sie in der Java-Zeile die Parameter für die anfängliche Java-Heapgröße (Xms) und die maximale Java-Heapgröße (Xmx).
Aus dem nachfolgenden Beispiel geht die empfohlene Parametereinstellung für die anfängliche Heapgröße (Xmx) zur Unterstützung von bis zu 200 Benutzern hervor.
-Xms128m -Xmx256m
Der Parameter für die maximale Heapgröße (Xmx) sollte den maximalen Anteil des Arbeitsspeichers des Servers widerspiegeln, den Sie für die Verwendung durch die Java-Servlet-Engine zur Verfügung stellen möchten.
Speichern Sie die Datei.
Im Anschluss an die Installation der OnDemand Services-Software sollten Sie den Server neu starten, damit die bei der Installation vorgenommenen Änderungen in Kraft treten. Zu diesen Änderungen zählen u. a.:
So starten Sie den Server neu:
Modifizieren Sie zunächst die Datei AUTOEXEC.NCF, um die Auskommentierung des Startbefehls für die WebSphere-Java-Servlet-Engine (startWebSphereServletEngine) aufzuheben und den vollständigen WebSphere-Startbefehl (startWebSphere) auszukommentieren.
WICHTIG: Wenn Sie weiterhin die Vollversion von WebSphere verwenden möchten, müssen Sie sie für OnDemand Services konfigurieren. Siehe WebSphere Application Server.
Geben Sie an der Serverkonsole den Befehl RESTART SERVER ein.
