Für OnDemand Services ist die Einrichtung eines OnDemand-Servers erforderlich, auf den externe Kunden über das Internet bzw. interne Kunden über Ihr Intranet zugreifen können. Aus dem nachfolgenden Diagramm gehen die Komponenten hervor, die auf dem OnDemand-Server, der OnDemand-Verwaltungsarbeitsstation und dem Computer eines Kunden vorhanden sein müssen.

Die nachfolgenden Komponenten müssen zur Einrichtung des OnDemand-Servers auf einem einzelnen Server installiert sein. Wenn sich diese Komponenten auf separaten Servern befinden, wird dies von OnDemand Services nicht unterstützt. Eine Beschreibung der einzelnen Komponenten finden Sie unten.
Beim Server muss es sich um einen NetWare 5.1-Server handeln. NetWare 5.1 ist ein internetfähiges Betriebssystem, das in einer reinen IP-Umgebung ausgeführt werden kann.
OnDemand Services verwendet NDS eDirectoryTM 8.5 zur Speicherung von Informationen zu Kunden, Paketen (Digitalzertifikate, Musik, Software usw.) und Käufen.
NetWare 5.1 ist im Lieferumfang von NDS eDirectory 8 enthalten. Für OnDemand Services ist Version 8.5 erforderlich, Bestandteil des OnDemand Services 1.5-Pakets.
NetWare Enterprise Web Server ist im Lieferumfang von NetWare 5.1 enthalten. NetWare Enterprise Web Server ist für WebSphere* (weitere Informationen hierzu finden Sie unten) erforderlich.
Eine Vielzahl der Funktionen von OnDemand Services wird über Java*-Serverseiten (.JSP-Dateien) zur Verfügung gestellt. Für die Kompilierung und Ausführung dieser .JSP-Dateien ist eine Java-Servlet-Engine erforderlich. OnDemand Services verwendet die Java-Servlet-Engine, die von IBM* WebSphere Application Server 3.5, Standard oder Advanced Edition für NetWare 5.1, zur Verfügung gestellt wird.
WebSphere Application Server, Version 3.02, ist im Lieferumfang von NetWare 5.1 enthalten. Für OnDemand Services ist jedoch Version 3.5 erforderlich. Version 3.5 kann von der Site Novell Software Downloads heruntergeladen werden.
Bei der Installation von OnDemand Services wird WebSphere so konfiguriert, dass lediglich die Java-Servlet-Engine verwendet wird. Wenn Sie die Vollversion von WebSphere verwenden möchten, lesen Sie unter WebSphere Application Server nach.
OnDemand Services kann über ZENworks für Desktops 3 Windows-Softwareanwendungen an Kunden verteilen.
ZENworks für Desktops nimmt die Anwendungsverteilung an Kunden durch die Installation von Anwendungsdateien auf der Arbeitsstation (falls erforderlich) und die Durchführung von Konfigurationsänderungen an der Arbeitsstation vor. Wenn das Zugriffsrecht eines Kunden für die erworbene Anwendung abläuft, kann er die Anwendung nicht mehr ausführen. Auf der Arbeitsstation installierte Dateien und vorgenommene Modifikationen werden jedoch nicht entfernt.
Für ZENworks für Desktops muss Novell ClientTM auf der Arbeitsstation des Benutzers installiert sein.
Aufgrund seiner Abhängigkeit von den Novell Client-Protokollen (NCP, NDS und SLP) und der erforderlichen hohen Bandbreite für die Bereitstellung der Anwendungsdateien arbeitet ZENworks für Desktops am besten auf privaten Netzwerken, wie einem LAN (Local Area Network).
OnDemand Services kann über DeFrame 2.0 Windows-Softwareanwendungen an Kunden verteilen. Im Gegensatz zu ZENworks für Desktops ist Novell Client für DeFrame nicht erforderlich und es werden keine Anwendungsdateien auf der Arbeitsstation installiert. Stattdessen wird der Web-Browser des Kunden um ein Plug-In ergänzt, mit dem die Arbeitsstation als Terminal genutzt werden kann. Auf diese Weise kann die Anwendung bei ihrer Ausführung auf dem Windows-Terminalserver bzw. Citrix MetaFrame Server angezeigt werden.
Beim Leasing von Anwendungen an Benutzer durch eine Firewall oder ein öffentliches Netzwerk wie dem Internet, ist DeFrame gegenüber ZENworks für Desktops aus folgenden Gründen zu bevorzugen:
DeFrame 2.0 ist auf der OnDemand Services 1.5-CD enthalten.
OnDemand Services installiert mehrere Programme und Dateien auf dem Server. Hierzu zählen:
Folgende Komponenten werden von der Verwaltungsarbeitsstation von OnDemand Services aus ausgeführt. Eine Beschreibung der einzelnen Komponenten finden Sie unten.
OnDemand Services wird über ConsoleOneTM verwaltet. Bei der Installation von OnDemand Services wird ein ConsoleOne-Snapin für OnDemand Services installiert, mit dem die mit OnDemand Services verknüpften Objekte verwaltet werden können.
Für ConsoleOne muss Novell Client auf der Verwaltungsarbeitsstation ausgeführt werden.
Die nachfolgend erläuterten Komponenten werden auf dem Computer des Kunden ausgeführt. Eine Beschreibung der einzelnen Komponenten finden Sie unten.
Die Kunden nutzen ihren jeweiligen Web-Browser, um sich anzumelden und OnDemand Services zu verwenden. Für OnDemand Services ist Netscape 4.5 (oder höher) bzw. Microsoft Internet Explorer 4.0 (oder höher) erforderlich.
Wenn Sie OnDemand Services installieren, werden Beispiel-Web-Seiten als anfängliche Schnittstelle zum OnDemand Services-System installiert. Sie möchten die Web-Seiten höchstwahrscheinlich für Ihre Site anpassen. Die Web-Seiten bestehen aus Java-Serverseiten (.JSP-Dateien), HTML-Seiten, Servlets und einer eingebetteten HTML-Komponente (ein Netscape Navigator*-Plug-In oder ein ActiveX*-Steuerelement für Microsoft Internet Explorer).
Die Beispiel-Web-Seiten enthalten wichtige Elemente, die bei der Anpassung der Seiten beibehalten werden müssen. Der folgende Bildschirm zeigt die erste Seite, die eingeblendet wird, wenn Sie den Standort Ihrer OnDemand Services-Site im Browser eingeben.

Die Seite enthält zwei wichtige Links, deren Beibehaltung empfehlenswert ist: den Registrierungslink und den Anmeldelink. Wenn ein Kunde auf den Registrierungslink klickt, wird in OnDemand Services eine Seite angezeigt, auf der sich der Kunde für Ihre OnDemand Services-Site registrieren kann. Wenn ein Kunde auf einen Anmeldelink klickt, wird er von OnDemand Services zur Eingabe seines Benutzernamens und Passworts aufgefordert.
Nach Registrierung und Anmeldung eines Kunden wird folgende Servicesseite eingeblendet:

Auf der Servicesseite werden die Services angezeigt, die erworben werden können. Diese Services werden durch die Symbole im oberen Bereich der Seite dargestellt. Wenn ein Kunde auf ein Servicesymbol, beispielsweise das Softwaresymbol, klickt, listet OnDemand Services sämtliche für diesen Service erstellten Pakete auf, wie nachfolgend dargestellt:

Um ein Paket zu kaufen, muss der Kunde auf das Aktivierungssymbol (die silberfarbene Schaltfläche mit dem roten Lämpchen) klicken und sich mit den Kaufbedingungen und der Fakturierungsmethode einverstanden erklären. Sobald der Kunde das Paket gekauft hat, wird das rote Lämpchen im Aktivierungssymbol grün und der Kunde kann auf das Paket zugreifen.
Auf der Servicesseite befindet sich außerdem der Link für das eigene Konto des jeweiligen Kunden, aus dem die im laufenden bzw. vorherigen Monat getätigten Käufe hervorgehen.
Damit der Kunde die über ZENworks für Desktops 3 verteilte Windows-Software ausführen kann, muss auf seinem Computer Novell Client ausgeführt werden.
WICHTIG: Für über DeFrame verteilte Anwendungen ist Novell Client nicht erforderlich.
