In ZfD 4 werden die folgenden neuen Funktionen für die Anwendungsverwaltung eingeführt:
- Der Novell Application LauncherTM ist nicht mehr von Novell Client abhängig. Wenn Novell Client auf der Arbeitsstation installiert ist, wird er von Application Launcher für den Zugriff auf Novell eDirectoryTM- und NetWare®-Server verwendet. Andernfalls erfolgt der Zugriff auf eDirectory über den ZfD-Verwaltungsagenten (der auf der Benutzer-Arbeitsstation installiert ist) oder den ZfD Middle Tier-Server (der auf einem Netzwerkserver installiert ist). Weitere Informationen finden Sie unter Novell Application Launcher im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Die Terminologie für Application Launcher wurde geändert, um Verwechslungen bei den mit Application Launcher verwendeten Ansichten zu vermeiden. Außerdem wurde eine neue Webbrowser-Ansicht hinzugefügt.
- Novell Application Launcher bzw. Application Launcher bezieht sich jeweils auf die Kernanwendung, die auf einer Benutzer-Arbeitsstation ausgeführt werden muss, um die Anwendungen an die Benutzer zu verteilen.
- Application Launcher enthält drei Ansichten für die Anzeige und den Start von verteilten Anwendungen: 1) Application Window: ein eigenständiges Fenster, auf das zuvor als Application Launcher oder Application Launcher-Fenster Bezug genommen wurde, 2) Application Explorer: ein eigenständiges Fenster einschließlich Startmenü, Desktop, Taskleiste und Taskleistenintegration und 3) Application Browser: eine neue Webbrowser-Ansicht, mit der verteilte Anwendungen angezeigt und von einem Webbrowser gestartet werden können.
Weitere Informationen zum Novell Application Launcher und den drei entsprechenden Ansichten finden Sie unter Novell Application Launcher im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Bei der Installation des ZfD-Verwaltungsagenten werden die Novell Application Launcher-Dateien auf der Arbeitsstation des Benutzers installiert und dem Startmenü eine Application Window-Verknüpfung sowie eine Application Explorer-Verknüpfung hinzugefügt („Start“ > „Programme“ > „ZENworks für Desktops 4“). Außerdem wird eine Schaltfläche für Application Browser auf der Standardsymbolleiste des Webbrowsers hinzugefügt.
- Benutzer können mithilfe des Novell Application Launcher-Webinstallationsprogramms, das anstelle des Installationsprogramms für den ZfD-Verwaltungsagenten verwendet werden kann, NAL (Novell Application Launcher) von einem Webserver installieren. Wenn Application Launcher auf diese Weise installiert ist, werden nur mit einem Benutzer verknüpfte Anwendungen unterstützt, weil der Arbeitsstations-Manager und der Arbeitsstations-Helper nicht installiert sind. Außerdem stehen nur die Application Explorer-Ansicht und die Application Browser-Ansicht zur Verfügung.
Da der Application Launcher-Service nicht installiert ist, benötigt der Benutzer Verwalterrechte, um NAL zu installieren oder auszuführen, wenn die Installation auf diese Weise ausgeführt wurde.
- Novell Application Launcher unterstützt nun die folgenden drei Modi: Lokaler Modus, Fernzugriff und Offline-Modus.
- Lokal: Dieser Modus wird verwendet, wenn Application Launcher über eine schnelle Verbindung (beispielsweise eine LAN-Verbindung) mit eDirectory verbunden ist.
- Fernzugriff: Dieser Modus wird verwendet, wenn Application Launcher über eine langsame Verbindung (beispielsweise eine Modem-Verbindung) mit eDirectory verbunden ist.
- Offline: Dieser Modus wird verwendet, wenn Application Launcher keinen Zugriff auf eDirectory hat (oder wenn ein Benutzer offline arbeiten möchte). Die gesamten Verzeichnisinformationen werden aus dem lokalen Cache der Arbeitsstation abgerufen.
Wie der Application Launcher erkennt, ob er sich im lokalen oder im Fernmodus befindet, bestimmen Sie. Sie können festlegen, dass Application Launcher immer im lokalen Modus oder immer im Fernmodus arbeiten, den Benutzer zur Eingabe des aktuellen Modus auffordern oder den Modus aus der maximalen Schnittstellengeschwindigkeit der Netzwerkkarte bzw. aus der Netzwerkadresse der Arbeitsstation ableiten soll. Weitere Informationen zum Bestimmen des lokalen Modus und des Fernmodus finden Sie unter Configuring the Novell Application Launcher Settings (Konfigurieren der Novell Application Launcher-Einstellungen)Configuring User Settings (Konfigurieren der Benutzereinstellungen) in AbschnittConfiguring the Novell Application Launcher Settings (Konfigurieren der Novell Application Launcher-Einstellungen) in Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) in Handbuch Administration (Verwaltung). Weitere Informationen zum Offlinemodus finden Sie unter Supporting Disconnected Users (Unterstützung von Benutzern im Offlinemodus) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Zur Unterstützung für den neuen Fernmodus von Application Launcher wurden mehrere Funktionen hinzugefügt:
- Im Fernmodus können Terminalserver- und Webanwendungen verwendet werden, die bei langsameren Verbindungen besser funktionieren als Standardanwendungen. Die Erstellung und die Konfiguration von Anwendungsobjekten für Terminalserver- und Webanwendungen wurden vereinfacht. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Distributing Applications (Anwendungen verteilen) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Der Checkpoint-Neustart liefert Benutzern eine Zeitberechnung für die Dauer des Herunterladens einer Standardanwendung während der Verteilung und ermöglicht es ihnen, einen laufenden Herunterladevorgang zeitlich zu verschieben. Wenn ein Benutzer einen verschobenen Herunterladevorgang fortsetzt, beginnt der Application Launcher nicht am Anfang, sondern fährt mit dem Herunterladen an dem Punkt fort, an dem der Vorgang unterbrochen wurde. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Supporting Remote Users (Unterstützung von Fernbenutzern) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Mit „Alternative Anwendung bei Fernbetrieb“ können Sie eine alternative Anwendung festlegen, die verwendet wird, wenn ein Benutzer sich nicht im lokalen, sondern im Fernmodus befindet. Greift ein Benutzer beispielsweise im lokalen Modus auf eine Anwendung zu, können Sie die Anwendung von einer Netzwerkserverinstallation aus ausführen. Wenn der Benutzer jedoch im Fernmodus auf die Anwendung zugreift, können Sie sie über einen Terminalserver ausführen lassen. Dazu legen Sie die Terminalserver-Version der Anwendung als alternative Anwendung für die Netzwerkserver-Installationsversion bei Fernbetrieb fest. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Supporting Remote Users (Anwendungsobjekt-Einstellungen) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im HandbuchAdministration (Verwaltung).
- Mit Anwendungsabhängigkeiten können Sie eine Liste von Anwendungen erstellen, die installiert werden müssen, bevor eine Anwendung verteilt werden kann. Angenommen, für die Ausführung von Anwendung A ist es erforderlich, dass Anwendung B und Anwendung C auf einer Arbeitsstation installiert sind. Sie können eine Abhängigkeitsliste für Anwendung A erstellen, die die Anwendungen B und C enthält. Falls während der Verteilung von Anwendung A die Anwendung B oder C nicht installiert ist, wird sie von Application Launcher im Rahmen des Verteilungsprozesses von Anwendung A installiert. Weitere Informationen erhalten Sie unter Ensuring Application Availability (Gewährleisten der Verfügbarkeit von Anwendungen) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Application Launcher kann Ereignisberichte (beispielsweise Installation, Deinstallation, Start, Cache) im XML-Format erzeugen und über das Standard-HTTP- bzw. HTTPS-Protokoll an die angegebene Ziel-URL senden. ZfD enthält das Anwendungsverwaltungs-Berichte-Servlet. Hierbei handelt es sich um ein Java*-Servlet, das XML-Berichte empfangen, die XML-Daten analysieren und in eine SQL-Abfrage umwandeln, das entsprechende ZENworks-Datenbankobjekt in eDirectory suchen und die SQL-Abfrage an die Datenbank senden kann. Sie können gegebenenfalls auch Ihr eigenes Java-Servlet erstellen, wenn Sie nicht das Anwendungsverwaltungs-Berichte-Servlet verwenden möchten. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Reporting Application Management Events (Anwendungsverwaltungs-Berichtfunktion) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im HandbuchAdministration (Verwaltung).
- Der Application Launcher unterstützt neben der Novell Client-Skript-Engine noch weitere Skript-Engines. Dies bedeutet, dass Sie beim Ausführen eines Verteilungsskripts oder beim Starten eines Skripts die zu verwendende Skript-Engine angeben können. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Distribution Scripts Page (Seite „Verteilungsskripten“) und der Launch Scripts Page (Seite „Startskripten“) im Kapitel Application Object Settings (Anwendungsobjekt-Einstellungen) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Mit dem Anwendungsobjekt für eine MSI-Anwendung können Sie nun während des Verteilungsprozesses anzuwendende Patches definieren. Außerdem lassen sich die Aktionen (alle Dateien erneut installieren, alte Dateien erneut installieren usw.) festlegen, die durchzuführen sind, wenn ein Benutzer eine MSI-Anwendung überprüft (repariert). Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Application Object Settings (Anwendungsobjekt-Einstellungen) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Nach seinem Start liest der Application Launcher sofort eDirectory, um Informationen zu den mit dem Benutzer verknüpften Anwendungen abzurufen. Die neue Funktion „Beliebige Aktualisierung“ weist Application Launcher an, die Anwendungsinformationen nach dem Start aus dem lokalen Cache-Verzeichnis des Benutzers abzurufen und sie danach zu einem späteren Zeitpunkt aus eDirectory zu aktualisieren. Dadurch lässt sich zu Spitzenzeiten, z.<:hs>B. während des morgendlichen Anmeldezeitraums, der Netzwerkverkehr reduzieren (der erzeugt wird, wenn der Application Launcher eDirectory liest). Weitere Informationen hierzu finden Sie unter Configuring User Settings (Konfigurieren der Benutzereinstellungen) in Configuring the Novell Application Launcher Settings (Konfigurieren der Novell Application Launcher-Einstellungen) im Abschnitt Application Management (Anwendungsverwaltung) im Handbuch Administration (Verwaltung).
- Mithilfe der Funktion zur Fremdprozessverwaltung können Sie feststellen, welche Anwendungsprozesse nicht von Application Launcher gestartet wurden, und diese anhalten.