SUSE Linux Enterprise 10
Veröffentlichung von Service Pack 2
Novell hat die Veröffentlichung des zweiten Service Pack (SP2) für SUSE Linux Enterprise 10 bekanntgegeben.
Zusätzlich zu den kumulativen Sicherheitspatches, Maintenance-Updates und Bugfixes, die für die SUSE Linux Enterprise 10-Plattform seit Juli 2006 erschienen sind, bietet SUSE Linux Enterprise 10 Service Pack 2 (SLE 10 SP2) signifikante Verbesserungen in puncto Virtualisierung, Systemmanagement, Hochverfügbarkeit, Netzwerkverwaltung, Benutzerfreundlichkeit des Desktops, Interoperabilität, Leistung und Entwicklungstools. Mit diesem aktuellen Service Pack profitieren Unternehmen von den neuesten technischen Entwicklungen für eine der ausgereiftesten und kompatibelsten Plattformen für unternehmenskritisches Computing.
Zusammen mit SLE 10 SP2 wird unser neues Subscription Management Tool (SMT) für SUSE Linux Enterprise eingeführt. Es handelt sich hierbei um ein Proxy-System-Paket, das in das Novell Customer Center integriert ist und es Kunden ermöglicht, schnell und einfach Updates für alle SUSE Linux Enterprise 10-Systeme bereitzustellen, die SP2 und spätere Versionen einsetzen, indem es ihnen die Einhaltung unternehmensinterner Firewall-Richtlinien und gesetzlicher Auflagen erleichtert.
SUSE Linux Enterprise Server-Verbesserungen
SP2 liefert verschiedene wichtige Verbesserungen für SUSE Linux Enterprise Server 10:
- Virtualization. (Nur in Englischer Sprache verfügbar.) Dank Service Pack 2 ist SUSE Linux Enterprise Server 10 die erste und einzige Xen-basierte Virtualisierungslösung mit uneingeschränkter Unterstützung von Microsoft für Windows Server 2008, für Windows Server 2008-Gastsysteme und für die Live-Migration dieser Gastsysteme über physische Maschinen hinweg. Zusätzlich zu Xen 3.2, der neuesten Version des führenden Open Source-Hypervisors, umfasst SLES 10 SP2 eine aktualisierte Version des Virt-Managers. Dieses Virtual Machine Management-Tool bietet eine Übersicht über alle Live-Domänen sowie detaillierte grafische Ansichten der VM-Auslastung und -Leistung über einen bestimmten Zeitraum. Diese Verbesserungen im Hinblick auf Virtualisierung ermöglichen Unternehmen eine größere Flexibilität sowie die schnellere und einfachere Verwaltung physischer und virtueller Systeme.
- Systemmanagement. SLES 10 SP2 beinhaltet Updates für die YaST-Verwaltungstools einschließlich First-Boot-Verbesserungen und Support für das Internet Storage Name Service (iSNS)-Protokoll. Des Weiteren umfasst das Paket Updates für das YaST2-Netzwerk sowie Speichermodule für die Unterstützung neuer Bridge-Geräte, FICON-Geräte für Mainframes sowie VLANs und unterstützt die Online-Größenänderung von ext3-Partitionen.
- Hochverfügbarkeit. SLES 10 SP2 beinhaltet Heartbeat 2.1.3, die neueste Open Source Failover Subsystem-Technologie, sowie einen Ressourceagenten für iSCSI-Initiator und lässt sich mit SAP-Ressourcenagenten verbinden. Ferner umfasst das Paket aktualisierte Tools zum Erstellen und Verwalten von Dateisystemen mit OCFS2. Dabei bietet es verbesserten Support für gleichzeitige Schreibrechte sowie neue Funktionen zum Verwalten von XFS- und ReiserFS-Dateisystemen.
- Netzwerkverwaltung. In SLES 10 SP2 ist der NetworkManager 0.7.0 für die Einrichtung und Konfiguration aktiver Netzwerkverbindungen enthalten. Das Produkt unterstützt zudem IPv6, die nächste Generation von Netzwerkebenen für paketvermittelte Internetzwerke.
Verbesserungen von SUSE Linux Enterprise Desktop
SUSE Linux Enterprise Desktop 10 Service Pack 2 (SLED 10 SP2) umfasst mehrere wichtige Verbesserungen in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit, Interoperabilität und Hardware-Enablement. SLED 10 SP2 liefert verbesserte Interoperabilität mit Microsoft Windows und Office mittels lokaler NTFS-Dateisystemunterstützung, verbesserte Integration mit Microsoft Active Directory und ein Upgrade auf OpenOffice.org 2.4 Novell Edition. Mit der im Produkt enthaltenen Unterstützung für die Zeitsynchronisierung in reinen Active Directory-Umgebungen sowie für den allgemeinen Sicherheitsservice-Algorithmus für Secret Key Translation (GSS-TSIG) passt sich SLED 10 SP2 nahtlos in bestehende, heterogene Unternehmen ein. Des Weiteren wurden Verbesserungen in Bezug auf die Plug-and-Play-Unterstützung für drahtloses Breitband (UMTS, 3G), den Netzwerkmanager und die Unterstützung neuer Hardware-Technologien von Novell Partnern erzielt.
Verbesserungen für SUSE Linux Enterprise Real Time
SP2 liefert mehrere wichtige Leistungsverbesserungen für SUSE Linux Enterprise Real Time 10. Diese aktuellste Version unterstützt adaptives Sperren, das neueste, von der OpenFabrics Alliance erhältliche Open Source RDMA-Stack – OpenFabrics Enterprise Distribution (OFED) 1.3 – und das Precise Timing Protocol. Diese Verbesserungen bewirken die Reduzierung von Overhead-Zeiten in Bezug auf Betriebssystem-Kontextwechsel und steigern damit die Leistung durchsatzkritischer Workloads. Zudem wird die Implementierung einheitlicher Hochgeschwindigkeitsverbindungen basierend auf InfiniBand und 10-Gigabit Ethernet sowie eine präzisere Synchronisierung von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken ermöglicht.
Verbesserungen des SUSE Linux Enterprise-Softwareentwicklungskits
Das SUSE Linux Enterprise 10 Service Pack 2-Softwareentwicklungskit umfasst mehrere wichtige Funktionen. Mit den Updates für KIWI und YaST2 sowie den Add-ons und Image Creators können Entwickler leistungsstärkere Anwendungen für und mit SUSE Linux Enterprise erstellen. Weitere Bestandteile sind GCC 4.3, das POWER6 von IBM und Prozessoren (11h) von AMD unterstützt, sowie PHP 5.2.5, die aktuellste Version der gängigen Mehrzweck-Skriptsprache.
Das Subscription Management Tool für SUSE Linux Enterprise
Mit SLE 10 SP2 stellen wir ein neues Tool zur Verwaltung von Linux-Subscriptions innerhalb einer Unternehmens-Firewall zur Verfügung – das Subscription Management Tool (SMT) für SUSE Linux Enterprise. SMT ist ein Proxy System-Paket, das im Novell Customer Center integriert ist und es Kunden ermöglicht, schnell und einfach Updates für alle SLE 10-Systeme bereitzustellen, die SP2 oder spätere Versionen verwenden. Es liefert ein Repository- und Registrierungsziel und hilft Unternehmen, ihre SLE 10 Subscription-Updates zu verwalten. Gleichzeitig werden die Einhaltung unternehmensinterner Firewall-Richtlinien und gesetzlicher Auflagen gewährleistet.