Novell Open Enterprise Server 2
Domain Services für Windows
Domain Services für Windows vereinfacht die Benutzer- und Gruppenverwaltung und verringert die Komplexität der Infrastruktur in heterogenen Umgebungen. Diese innovative Technologie ermöglicht Microsoft Windows-Benutzern den Zugriff auf OES-Services unter Verwendung nativer Windows- und Active Directory-Protokolle. So können sich eDirectory-Server, die auf Open Enterprise Server ausgeführt werden, wie Active Directory Server verhalten. Auf diese Weise profitieren Unternehmen, die beide Verzeichnisdienste einsetzen, von einem besseren Zusammenspiel der beiden Plattformen. Ihre Benutzer können in einer reinen Windows-Desktop-Umgebung arbeiten und gleichzeitig einige der Vorteile der Open Enterprise Server-Backend-Services und -Technologien nutzen – ein Novell Client auf dem Desktop ist dabei nicht erforderlich.
Auch die Verwaltung wird einfacher. Administratoren können entweder Novell iManager oder Microsoft Management Console (MMC) zur Verwaltung von Benutzern und Gruppen verwenden. Netzwerkadministratoren verwenden die nativen Tools jedes Servers zur Verwaltung der Dateisysteme und verwalten außerdem mithilfe von iManager zentral die Samba-Freigaben auf OES Linux-/DSFW-Servern. Administratoren können mit MMC Einwegverbindungen zwischen DSFW- und Active Directory-Domänen erstellen.
In Umgebungen, die auch NetWare Core Protocol (NCP) unterstützen, ermöglicht Domain Services für Windows eine protokollübergreifende Sperrung. Die Kunden entscheiden, ob sie Windows-Clients, NCP-Clients oder eine Kombination aus beiden verwenden, und das Dateisystem Novell Storage Services (NSS) stellt sicher, dass die Zugriffsrechte für Dateien eingehalten werden.
Domain Services für Windows ist kein Metaverzeichnis oder Synchronisations-Connector zwischen eDirectory und Active Directory. Es hat nichts mit Desktop-Emulation zu tun. Domain Services für Windows kann nur auf SUSE Linux Enterprise-Implementierungen von Open Enterprise Server 2 SP1 ausgeführt werden.
Implementierungsszenarios
Installieren Sie mit Domain Services für Windows eine neue Domäne in einem vorhandenen Baum. Auf diese Art können eDirectory-Benutzer, die Teil der neuen Domäne sind, ohne Novell Client auskommen, während andere weiterhin den Novell NCP-Client verwenden. Dieses Szenario ist für Kunden interessant, die schon über eine Novell-Infrastruktur verfügen und heterogene Client-Konfigurationen einsetzen möchten.
Datenverwaltung mit dem Dateisystem NSS. Dieses Szenario ist für Kunden gedacht, die mit NSS und seinen Vorteilen gegenüber anderen Dateisystemen vertraut sind. Kunden verwalten ihre Dateien mit nativen NSS-Tools, ermöglichen jedoch gleichzeitig über Samba denjenigen Workstations, die nicht über Novell Client verfügen, Zugang zu ihren Daten.
Installieren Sie durch Emulation einer AD-Domäne eine neue DSFW-Domäne in einem neuen Baum. Dieses Szenario ist in erster Linie für Kunden geeignet, die über keine Novell Infrastruktur verfügen, aber mit der Implementierung von Linux über Open Enterprise Server anstatt über kostspielige Windows Server experimentieren möchten.
Datenverwaltung mithilfe von POSIX-Dateisystemen. Ein Szenario für Kunden ohne Novell Infrastruktur, die wahrscheinlich mit anderen Linux-Servern vertraut sind und schon verschiedene Samba-Server implementiert haben, aber jetzt anstatt der NT-ähnlichen Protokolle, die von einem einfachen Samba-3-Server unterstützt werden, lieber den Active Directory-Support von DSFW verwenden würden.
Weitere Informationen über die Installierung, Konfiguration und Verwendung von Domain Services für Windows finden Sie hier.
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