Audi
Anwenderbericht
Audi hat für seine beiden neuesten Hochleistungscomputer-Cluster SUSE® Linux Enterprise Server von Novell® als Plattform gewählt. SUSE Linux Enterprise Server wurde für den erweiterten AMD* Opteron Prozessor optimiert und liefert jetzt in Verbindung mit dem AMD Opteron Prozessor hervorragende Leistung zu niedrigen Kosten und trägt dazu bei, dass Audi im Bereich Fahrzeugdesign weiterhin führend ist.
Überblick
Die AUDI AG mit Hauptsitz in Ingolstadt zählt zu den führenden Herstellern prestigeträchtiger Automobile. Das Unternehmen beschäftigt über 52.000 Mitarbeiter und produziert jährlich mehr als 829.000 Fahrzeuge der Marken Audi und Lamborghini. Jedes Audi-Fahrzeug folgt der Philosophie technischer Innovation und hervorragender Leistung. Das gilt für die kompakte Fließhecklimousine genauso wie für den Le Mans-Sportwagen.
Herausforderung
„Dank Linux können wir die Komplexität der Software reduzieren und sind gleichzeitig in der Lage, die beste Hardware aller miteinander im Wettbewerb stehender Hersteller auszuwählen und so das beste Preis-Leistungs- Verhältnis zu erzielen.“
Hans-Ulrik von Bülow
CAE-Methods
AUDI AG
Die Geschichte der technischen
Marktführerschaft Audis reicht über
100 Jahre zurück. Fortlaufende Innovationen
garantieren Komfort, höchste Leistung
sowie niedrigen Benzinverbrauch und
sichern dem Unternehmen somit seine
führende Position in der Branche. In der
Rangliste der zehn sichersten Autos, die
2006 vom US-amerikanischen Insurance
Institute for Highway Safety (Top Safety
Picks 2006) herausgegeben wurde,
finden sich drei Audi-Modelle.
Audi nutzt Computer-Aided Engineering
(CAE) für Unfallsimulationen, virtuelle
Windkanäle und CFD-Modelle (Computa-
tional Fluid Dynamics), um Designzyklen zu
beschleunigen und die Kosten für physische
Prototypen so gering wie möglich zu halten.
Dieses stete Streben nach noch detaillierteren
und genaueren Modelldarstellungen
bedeutet kontinuierlich steigende
Anforderungen an die Leistungsfähigkeit
der IT-Komponenten.
Lösung
Audi setzt mehrere große Servercluster für
Hochleistungs-Computing ein, wobei die
Hardware über Drei-Jahres-Verträge geleast
und nach Ablauf der Leasingzeit ersetzt
wird. Bei der Ausschreibung für zwei separate
Lösungen – eine für Unfallsimulationen und
eine für Aerodynamik und CFD – setzte sich
beide Male das Betriebssystem SUSE Linux
Enterprise Server durch.
Der Cluster für die Unfallsimulationen,
der von Linux Networx* bereitgestellt wird,
führt auf 130 Servern mit AMD Opteron
Prozessoren die Spezialsoftware eines
Drittanbieters aus. Der Aerodynamik- und
CFD-Cluster, der von IBM* bereitgestellt
wird, setzt SUSE Linux Enterprise Server
auf 80 Dual-Opteron-Servern ein.
Für beide Cluster wurden Benchmarks
definiert. Die Hersteller wurden aufgefordert,
die Leistungsanforderungen zu erfüllen oder
zu übertreffen – und das zum bestmöglichen
Preis. Sowohl Linux Networx als auch IBM
haben sich die hervorragende Leistung
von SUSE Linux Enterprise Server auf der
Opteron-Architektur zunutze gemacht. Die
Lösungen haben verdeutlicht, dass es mit
Linux* möglich ist, jeweils die für ein Projekt
am besten geeignete Hardware zu wählen.
Audi hat die Umstellung auf Linux im
Bereich Hochleistungs-Computing vor
fünf Jahren vorgenommen. Zu dieser Zeit
waren verschiedene UNIX*-Versionen im
Rechenzentrum des Unternehmens installiert.
Jede Version erforderte eine separate
Lizenzierung und einen Supportvertrag
mit einem anderen Anbieter. Zudem wurde
die proprietäre Serverhardware desselben
Anbieters benötigt. Mit der Standardisierung
auf Linux konnte Audi die Lizenzierungs-
und Supportkosten drastisch senken und
hardwareunabhängig werden.
Neben SUSE Linux setzt Audi noch eine
weitere Linuxdistribution ein. Die Verwaltung
und Wartung der Server ist jedoch ohne
spezielle zusätzliche Fachkenntnisse möglich.
Audis Entscheidung für Linux bedeutete nicht
nur eine Vereinfachung im Softwarebereich,
sondern ermöglicht dem Unternehmen
auch die Wahl der besten Hardware aus
dem Angebot verschiedener Hersteller,
was letztendlich zu einem wesentlich
besseren Preis-Leistungs-Verhältnis führt.
Die Erfahrungen mit der Lösung für
Unfallsimulationen waren so positiv, dass
sich Audi im Hinblick auf die Aerodynamik-
und CDF-Lösung ohne Zögern für SUSE
Linux entschieden hat. SUSE Linux ist ein
seriöses, serverorientiertes Betriebssystem,
das Audi für äußerst anspruchsvolle
Anwendungen in einer großen industriellen
Umgebung einsetzt.
Ergebnisse
Das verbesserte Preis-Leistungs-Verhältnis,
das SUSE Linux Enterprise Server mit der
Opteron-Architektur bietet, hilft Audi, in
kürzerer Zeit detaillierte Computermodelle
zu erstellen. Jeder Designzyklus beinhaltet
jetzt ausgereiftere Detaildarstellungen und
mehr Wiederholungen. Somit können die
Ingenieure das Design optimieren, ohne
Zeitverzögerungen beim Produktionsstart zu
riskieren. Letztendlich resultiert schnellere
Computerarbeit in besseren, sicheren
Fahrzeugen, die wiederum eine größere
Käuferschaft erschließen.
Audi hat schon immer großen Wert
auf Detailtreue gelegt. Das betrifft die
Ausarbeitung des stromlinienförmigen
Designs eines Fahrzeugs zur Erzielung
eines geringeren Kraftstoffverbrauchs
ebenso wie die Modellierung des Luftstroms
um Motorenteile für optimale Kühlung. Mit
SUSE Linux Enterprise Server kann Audi
bessere Computerleistungen erzielen und
somit seine Führungsposition im Bereich
der numerischen Simulation sichern.
Ein Teil der Leistung der beiden neuen
Cluster lässt sich auf die Optimierung von
SUSE Linux für die Opteron-Architektur
zurückführen. Mit dieser Lösung kann
Audi im Gegensatz zu anderen Linux-
Distributionen die nötige Leistung mit
weniger physischen Servern erzielen und
spart gleichzeitig Betriebskosten.
SUSE Linux kann im CAE-Bereich einen
positiven Trend verzeichnen, was einerseits
auf die Optimierung für Opteron und
andererseits auf die engen Beziehungen
zu wichtigen Hardwareherstellern
zurückzuführen ist.