DFS Deutsche Flugsicherung
Anwenderbericht
Die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH hat ein Radardarstellungssystem namens PHOENIX entwickelt, das für seine hohe Verfügbarkeit und Leistungsfähigkeit auf SUSE Linux Enterprise Server vertraut und zur Sicherheit des Flugverkehrs in ganz Deutschland beiträgt. Darüber hinaus portierte das Unternehmen mehrere UNIX-basierte Anwendungen auf Linux, um größere Flexibilität und ein besseres Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen.
Überblick
Die DFS Deutsche Flugsicherung ist ein privatrechtlich organisiertes Unternehmen im Bundesbesitz und für die Luftverkehrskontrolle in ganz Deutschland zuständig. Die DFS mit Firmensitz in Langen bei Frankfurt beschäftigt 5.200 Angestellte in vier Kontrollzentralen und an 19 internationalen und regionalen Flughäfen in ganz Deutschland.
Herausforderung
Wir sind überzeugt, dass Linux weniger anfällig für Viren ist als viele herstellerspezifische Betriebssysteme. Da wir uns Systemausfälle einfach nicht leisten können, war dies ein entscheidender Faktor für unsere Entscheidung.
Ralf Heidger
Leiter Linux Competence und Service Centre
DFS Deutsche Flugsicherung
Die DFS Deutsche Flugsicherung trägt die
Verantwortung für einen der meist beflogenen
Lufträume der Welt und ist nach dem deutschen
Luftverkehrsgesetz für die Bereitstellung einer
Reihe von Flugsicherungsdiensten zuständig.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Luftverkehrskontrolle
und der Genehmigung, Bearbeitung und
Weitergabe von Flugplänen.
Die Softwareabteilung des Bereiches Tower- und
Sondersysteme der DFS hat ein Radardarstellungssystem
namens PHOENIX entwickelt, das sich als
so schnell, effizient und stabil erwies, dass es
sämtliche bestehenden Systeme verdrängte und
in kürzester Zeit an fast 100 Arbeitsstellen auf
den 17 internationalen Flughäfen Deutschlands
installiert wurde.
Die meisten Anwendungen des Unternehmens
wurden in einer herstellerspezifischen UNIXUmgebung
betrieben, doch die DFS entschloss
sich, das PHOENIX-System auf Linux umzustellen.
Wir wollten zu einer Open-Source-Plattform
wechseln, um uns aus der Abhängigkeit von
einem einzelnen Anbieter zu befreien und die
Lizenzkosten zu senken, sagte Ralf Heidger,
Leiter der Abteilung Tower- und Sondersysteme,
die die PHOENIX-Entwicklung seit 2001 betreut.
Lösung
Die DFS entschied sich für SUSE Linux Enterprise
Server als strategische Plattform für alle ATCSysteme
und beschloss zudem, eine Vielzahl
ihrer anderen Anwendungen von UNIX auf Linux
zu portieren. Das leistungsstarke Entwicklungs-
Toolkit für GNU C/C++, das im SUSE Linux
Enterprise-Paket enthalten ist, trug zu einer
Vereinfachung der verschiedenen Entwicklungsphasen
bei.
Dank der direkten Verfügbarkeit von
Entwicklungssystemen auf jedem PC, Laptop
und Server sparen wir eine Menge Zeit ohne zu
übertreiben, kann man von mehreren Monaten
an Arbeitsstunden sprechen, sagte Ralf Heidger.
Unsere Berechnungen sind zwar noch nicht
abgeschlossen, doch ist schon jetzt abzusehen,
dass die Umstellung eine beträchtliche
Kosteneinsparung erbringt.
Da die Systemverfügbarkeit von so entscheidender
Bedeutung für eine sichere Kontrolle des
Luftverkehrs ist, hat die DFS eine Failover-Lösung
implementiert, bei der SUSE Linux Enterprise
Server auf zwei geclusterten Servern läuft.
Sollte einer der beiden Server ausfallen, wird die
Bereitstellung der Services umgehend von dem
anderen Server übernommen.
Dass Novell die Heartbeat-Clustersoftware
unterstützt, war ein weiterer wichtiger Faktor
für unsere Wahl, sagte Schanz. SUSE Linux
Enterprise Server ist auf allen Clusterknoten
installiert, und die Zertifizierung durch Novell ist
Gewähr für eine hoch ausfallsichere Lösung.
Die DFS plant, sich die Unterstützung für die Xen-
Virtualisierungstechnologie zu Nutze zu machen,
die von SUSE Linux Enterprise Server geboten
wird. Durch Konsolidierung mehrerer Arbeitslasten
auf einem einzigen physischen Server kann die
DFS die Serverauslastung steigern und damit ihre
laufenden Hardware-Investitionen optimieren.
Der Einsatz von Virtualisierungstechnologie
erleichtert darüber hinaus die Verwaltung
getrennter Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen
und ermöglicht das schnelle
Einrichten neuer Entwicklungsumgebungen.
Novells frühzeitige Unterstützung für die Xen-
Virtualisierung verhilft uns zu einer effizienteren
Nutzung unserer Hardware, sodass wir mehr
logische Systeme auf jedem einzelnen Server
konzentrieren können, sagte Schanz. Wir können
also nicht nur nur unsere direkten Hardware-
Kosten senken, sondern auch erhebliche
Einsparungen bei den Wartungs- und
Lizenzkosten erzielen.
Ergenisse
Mit der Wahl von SUSE Linux Enterprise Server
konnte DFS zusätzliche Investitionen in herstellerspezfische,
geschlossene Betriebssysteme
vermeiden und das Preis-Leistungsverhältnis
beträchtlich steigern.
Wir sparen Hunderttausende, wenn nicht gar
Millionen von Euro für Lizenzgebühren, und zwar
sowohl in der Entwicklungsphase als auch im
laufenden Systembetrieb, sagte Ralf Heidger.
SUSE Linux Enterprise Server bietet die gleiche
unternehmensgerechte Stabilität und Leistung
wie andere UNIX-Derivate, doch zu geringeren
Gesamtkosten.
Der Preis ist jedoch von zweitrangiger Bedeutung.
In einer Branche, in der falsche oder verspätete
Entscheidungen menschliches Leben kosten
könnten, hat die Hochverfügbarkeit der Systeme
absolute Priorität.
Kein Luftverkehrskontrollzentrum kann sich
Systemausfälle leisten, egal wie hoch die Verkehrsspitzen
sind, sagte Ralf Heidger. Daher legen
wir bei unseren Anforderungen an Produktionsund
Entwicklungssysteme besonderen Wert auf
die Stabilität und das Leistungsvermögen des
Betriebssystems. SUSE Linux und SUSE Linux
Enterprise Server erfüllen unsere anspruchsvollen
Anforderungen unter beiden Gesichtspunkten.
Die Stabilität von SUSE Linux Enterprise Server
hat erheblich zum Erfolg des neuen Radardarstellungssystems
PHOENIX beigetragen.
Dies ging sogar so weit, dass die DFS auch unter
anderen europäischen Flugsicherungsdienstleistern
Abnehmer für ihre Software fand.
Wir konnten die Software bereits an die
portugiesische Flugsicherungskontrolle verkaufen.
Linux ist unser empfohlenes Betriebssystem,
sagte Ralf Heidger. Linux - und in unserem Fall
SUSE Linux - entwickelte sich zur Standardplattform
für Flugsicherungsdienste.